Fremd und Bamia

Fremd? Was ist das, was nur, was?
Was dich abhebt von der Mass’?
Aber wär’n dann nicht vor allem
die, die auf die Trommel knallen,
die, die große Banner tragen,
die sich auf die Straße „wagen“,
die, die hetzen, wüten, schreien,
sich wie damals gern einreihen,
die, die zündeln und gern’ schlagen
und die ander’n Menschen plagen,
mit den ganzen lauten Worten
gerne Hass und Feindschaft horten,
sind nicht die ganz klar – zum Glück –
heute die, die sind ver-rückt?
Verrückt nicht gleich im Sinn‘ von irre
oder auch ein bisschen wirre,
sondern eher und das mein ich,
ist man wirklich einmal kleinlich,
die, die „anders“ sind als „alle“,
in der großen, weiten Halle,
die ganz Deutschland heute ist,
das die Friedensflagge hisst.
Veränderung wird von den meisten,
immer noch sehr gern’ gestemmt,
Chapeau vor dem, was sie da leisten,
wer nicht mitmacht, der ist fremd.

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Alien? What’s that? Tell me, what?
What makes you different from the lot?
Wouldn’t then not first of all
the ones who loudly drum the bowl,
the ones who gladly fly the flag,
the ones who wish they could go back,
the ones who chivvy, rage and shout,
the ones who love to join the crowd,
the ones who kindle and love hitting,
and the massive joy of spitting,
them who worship the bad words,
because this is how one hurts,
all of those who primarily,
strengthen hate and rivalry,
aren’t they not the dis-placed ones,
whose hate campaign “they’re alien” runs?
And I mean the word dis-placed,
in the way that they are chased,
by the dangerous illusion,
that we’re menaced by intrusion,
and they are, oh, that’s the sadness,
quite alone here with their madness,
overall, I’m proud to tell,
as a nation we’re still well.
Germany has as a whole,
yet the human sort of goal.
The majority embraces,
change that’s brought to us by races.
I salute the lot who’s helping,
alien is the rest who’s yelping.

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©Luisolo

Bamia mit Rindfleisch

Bamia ist die Bezeichnung für ein arabisches Gericht aus geschmortem Fleisch, Okraschoten und Tomaten. Ich bin damit aufgewachsen. Mein Opa ist Araber, lebt aber schon seit vielen vielen Jahren in Deutschland. Und während er in den meisten Sachen ein Paradebeispiel für die deutsche Kartoffel ist, ist ein Teil seiner Geschichte und Kultur nie verloren gegangen. Dieser steckt nämlich in all den Rezepten, die mittlerweile von meiner Oma und meiner Mutter weitergekocht werden. Die Gerichte, die von der arabischen Familienseite übermittelt worden sind, gehören allesamt zu meinen Favoriten. Es mag an dem exotisch und aufregend schmeckendem Pfeffer liegen (Ras el-Hanout hat wahnsinnig viele Zutaten, unter anderem z.B. Zimt oder Kreuzkümmel) oder einfach an der Tatsache, dass es so anders ist. Dieses leicht fremde fasziniert mich, weil es anders ist als das, was man bei uns so kennt und genau darum ist es ein Erlebnis. Es macht Spaß, diese fremden Geschmäcker zu erkunden – die für mich auf der anderen Seite ja gar nicht mehr so fremd sind. Wollt ihr euch auch mal wieder auf etwas Neues einlassen? 

Für 4 Personen, Schwierigkeitsstufe: 2 von 3

600g Gulasch vom Rind (zum Beispiel von der Schulter)
1 TL Ras el-Hanout
Öl, Salz
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 TL Tomatenmark
2 Dosen stückige Tomaten à 400g
2 Hand voll frische Okraschoten
8 kleine, vorwiegend-festkochende Kartoffeln
250g Basmati Reis
1 kleine Zwiebel
1EL Butter, Salz

Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Gulaschfleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Mit Öl, Ras el-Hanout und Salz vermischen. Die Zwiebel und den Knoblauch in kleine Würfel schneiden. In einem ofenfesten Topf den Gulasch auf höchster Stufe von allen Seiten kurz scharf anbraten. Zwiebeln und Knoblauch hinzugeben und mitdünsten. Dann das Tomatenmark untermischen und anbraten und als letztes die beiden Dosen Tomaten und einen Schuss Wasser (ca. nochmal eine Dose voll) in den Topf geben. Zugedeckt in den Ofen stellen und 1,5 Stunden drin lassen.

Die Okraschoten waschen und den harten Strunk abschneiden (nur Vorsicht, dass man sie nicht aufschneidet!). Die Kartoffeln schälen und halbieren, bzw. vierteln bei größeren Kartoffeln. Beides nach 45 min mit in den Topf im Ofen geben und bis zum Schluss mit garen.

Dann den Reis aufsetzen. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in der Butter in einem Topf andünsten. Den Reis hinzu geben und kurz mitdünsten. Dann mit der 1,5-fachen Menge an Wasser ablöschen, Salz hinzugeben und aufkochen lassen. Auf niedrigster Stufe zugedeckt 20 min köcheln lassen.

Alles zusammen servieren und vielleicht noch einen frischen Minztee dazu genießen!

 

 

©Anussis

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