Günthers Geheimnis & Grüne Graupen

Passend zur derzeitigen Diskussion über vegane Curry-Wurst und Co. haben Anussis und ich uns überlegt, dass wir humorvoll in das neue Jahr starten wollen. Ob man nun entscheidet tierische Produkte zu essen oder nicht, sei jedem selbst überlassen. Welchen Umstand wir mit diesem Beitrag eher anklagen wollen, ist der immer verrückter werdende Hype um Begrifflichkeiten – geht es wirklich noch darum was oder was nicht auf den Teller kommt, oder treibt inzwischen eigentlich nur noch das modische Verlangen sich #vegan nennen zu können die Soja-Anbeter zu den Graupen-Eintöpfen? Die kleine Fabel von Günther und Gabi geht genau dieser Erscheinung unserer Zeit auf den Grund. (So garstig grausig haben die grünen Graupen übrigens gar nicht geschmeckt – Anussis hatte ja auch ihre Finger im Spiel…)

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©Luisolo

 Günthers Geheimnis

Gestern gab’s grüne Graupen – großes Glück!

Gern gart Gabi gegorene Gersten Graupen; Günther graust Gabis grasiger Genuss.

Glücklich geben Gärtner Gabi grüne Gurken, gen Gartopf geworfen – geliebte Gürkchen!

Gabi gedenkt grün gekochtes Gaumenschmaus-Gericht, Günther grämt garstiges Grünzeug – Gabis Gurken gammelig gekocht.

Gastfreundlich gibt Günthers Gattin Gartenglück gegen geschlachtetes Getier, gegen Gedärme, Gruyère & Gänsestopfleber.

Günthers gut gehütetes Geheimnis: Gekonnt gehackt gleicht großartig gebratenes Gehirn Gabis grauem Graupen-Gemenge!

Gutgläubige Gabi genießt. „ViEhGAN“, gluckst Günther glücklich.

©Anussis & ©Luisolo

Grünes Orzotto (vegan)

Ein Orzotto ist wie ein Risotto, das allerdings nicht aus Reis (riso) hergestellt wird, sondern aus Graupen (grano d’orzo mondato). Wer mich kennt, weiß, wie gerne ich Risotto essen und koche, am liebsten mit viel Parmesan und Butter. Aber ich bin auch bereit, Neues auszuprobieren (Neues Jahr – Neues Glück!) und deswegen gibt es zum Jahresanfang eine (oh Schreck!) vegane Variante und siehe da: Genauso cremig und würzig, nur natürliche, gesunde Zutaten und Graupen sind auch gar nicht so verkehrt. Ob ich mich jetzt zum Veganismus hab bekehren lassen? Nein. Ob sämiges Risotto mit Reis und viel Käse weiterhin ganz oben auf meiner Favoritenliste steht? Ja. Aber ich plädiere für mehr Offenheit, generell im Leben und eben auch beim Essen. Muss man das, was auf dem Teller landet, denn unbedingt immer kategorisieren, wenn man es auch einfach nur genießen kann? 😉

Für 4 Personen , Schwierigkeitsstufe 1 von 3

Basisrezept:

250g Gersten Graupen
1 Zwiebel
Olivenöl
200ml Weißwein
ca. 750ml Gemüsebrühe
abgeriebene Schale 1 Zitrone
125ml Soja Sahne
2EL vegane Margarine
20g Hefeflocken (Vorsicht, Hefe! Nicht Hafer :D)

Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Die Gersten Graupen waschen. Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und in Olivenöl in einem großem Topf auf mittlerer Stufe glasig andünsten. Die Graupen hinzufügen und ca. 2min weiter anbraten. Dann mit dem Weißwein ablöschen und ihn vollständig verkochen lassen. Sobald keine Flüssigkeit mehr im Topf ist, einen Teil der Gemüsebrühe hinzugeben, sodass die Graupen bedeckt sind. Die Temperatur ein wenig herunter drehen und das Orzotto langsam kochen (dauert ca. 30-40 min) Dafür immer wieder umrühren und neue Gemüsebrühe hinzufügen. Solange kochen (und Brühe dazugeben), bis die Graupen durch sind und die Menge im Topf cremig aussieht. Dann die Soja Sahne unterrühren, die Zitronenschale dazu geben und auch alle anderen gewünschten Zutaten. Vom Herd nehmen und als letztes die Margarine und die Hefeflocken unterheben und zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Grünes nach Wahl – ich habe mich für Folgendes entschieden:

150g tiefgefrorene Erbsen
8 Breite Bohnen
100g Zuckerschoten
3 Frühlingszwiebeln
1 Hand voll Blattspinat
Kresse

Die Breiten Bohnen in kleinere Stücke schneiden und zusammen mit den Zuckerschoten in einem Topf mit kochendem Salzwasser so lange blanchieren, bis sie durch sind. In kaltem Wasser abschrecken (dann behalten sie ihre grüne Farbe). Mit den Erbsen und dem Blattspinat, kurz bevor das Orzotto fertig gekocht ist, in den Topf schmeißen. Die Frühlingszwiebeln in schmale Streife schneiden und mit der Kresse über das fertig angerichtete Gericht auf den Teller geben.

©Anussis

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