10 Fragen an: Luisolo aka der Schreiberling

1. Was ist dein absolutes Lieblingsessen?

Szegediner Gulasch, auch wenn ich es leider nur selten esse, weil es am besten schmeckt wenn meine Mama es kocht. Früher hat es mein Opa immer gekocht, ist also auch eine schöne Kindheitserinnerung. Noch ein bisschen lieber mag  ich Beluga Kaviar, dass der (aus anderen Gründen) jedoch noch seltener auf dem Tisch steht, kann man sich ja denken…

2. Welches Buch hat dich am meisten geprägt?

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In Cold Blood von Truman Capote muss wohl an erster Stelle stehen. Das Buch hat die Art und Weise wie ich die Welt wahrnehme maßgeblich beeinflusst. Darum habe ich auch meine Bachelorarbeit darüber geschrieben. Dementsprechend zerlesen ist meine Ausgabe – man sieht ihr an, dass ich ihr schon viele Stunden meines Lebens gewidmet habe und noch viele weitere folgen werden.

3. Wenn du wirklich hungrig und müde wärst, dich aber auch richtig eklig fühlen würdest, was würdest du als erstes machen – essen, schlafen oder duschen?

Zuerst duschen kann ich ausschließen, soviel ist sicher. Ob ich erst schlafen oder essen würde, hinge wohl vom Grade der Erschöpfung ab. Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass ich – aufgrund von extremer Bewegungsmuffeligkeit – niemals so erschöpft sein werde, dass ich nicht das Essen vorziehen würde. Mit vollem Bauch schläft es sich ja auch nochmal besser…

4. Wenn du eine Zeitmaschine hättest, würdest du in die Zukunft oder die Vergangenheit reisen? Und wohin genau?

Ganz sicher in die Vergangenheit. Die Zukunft werde ich ja sowieso irgendwann sehen und über meine Lebenszeit hinaus muss ich mir das Ganze nicht antun, die Gegenwart ist anstrengend genug. Auf gewisse Weise würde ich sogar sagen, dass meine Liebe zu Büchern zum Teil dem Wunsch entspringt, in die Vergangenheit reisen zu können. Wohin würde ich reisen? Ins Paris der 20er Jahre oder nach England/Schottland/Irland Ende des 19. Jahrhunderts.

5. In welcher Zeit des Jahres bist du am glücklichsten?

Der Karnevalszeit – auch wenn das wahrscheinlich nicht die gewünschte Antwort ist. Als tatsächliche Jahreszeiten mag wohl ich die Übergangsmonate am liebsten. Frühling und Herbst. Ich mag das Gefühl des Aufbruchs und der Veränderung. Das hält mich davon ab, in eintönigen Routinen zu versacken (dazu neige ich leider). Die Illusion eines gemütlichen und besinnlichen Winters oder eines feurigen und sonnigen Hochsommers mag ich natürlich auch, aber die Realitäten sehen dann meist eher depressiv und zitternd bzw. schwitzig und klebrig aus.

6. Welches Wort magst du am liebsten?

Sehnsucht. Darüber haben wir ja auch schon einen Beitrag verfasst. Ich finde die deutsche Sprache sehr schön, wenn man sich mal drauf konzentriert. Wo gibt es sonst so ehrlich-kreative Worte wie Kummerspeck, Glückstaumel, Umgarnen oder Schabernack? Es ist sehr schade, dass so viele Deutsche meinen es wäre nicht mehr wichtig, sich gewählt auszudrücken. Dabei wird es uns doch wirklich leicht gemacht – die meisten Gefühlstäler und -höhen wurden schon von den großen Geistern der Vergangenheit erkundet und benannt. (Mein Lieblingswort im Englischen ist übrigens gloom)

7. Welchen Künstler bewunderst du am meisten (egal ob tot oder lebendig) und wie würdest du am liebsten einen Tag mit ihm verbringen?

Truman Capote, Erich Maria Remarque und Ernest Hemingway. Einen Tag, bzw. eine Nacht (aus offensichtlichen Gründen im unsexuellen Sinne), würde ich jedoch am liebsten mit Capote verbringen. Cocktails, Lästereien und intellektuelle Ausschweifungen – vielleicht auf seinem Black and White Ball? Aber auch mit Hemingway würde ich gerne bei Gertrude Stein das ein oder andere Glas Wein trinken.

8. Was ist deine größte Inspirationsquelle?

Bücher, Bücher, Bücher bzw. die Kunst im Allgemeinen. Es gibt für mich nichts Wichtigeres, als mich mit der Kreativität anderer auseinanderzusetzen, um selber kreativ werden zu können. Auch als Trostquelle muss die Kunst oft herhalten, egal ob akut oder allgemein – ohne Kunst und Menschen, die kreativ ihre Gedanken und Gefühle für andere zugänglich machen, würde ich nicht allzu selten an der Welt verzweifeln.

9. Wenn du eine Sache nie wieder essen dürtfest, welche wäre es?

Ganz definitiv Koriander. Ich würde sogar mit Freuden auf ihn verzichten und versuche es, soweit das geht, auch schon. Koriander und Kreuzkümmel sind die einzigen Lebensmittel/Geschmäcker, die ich absolut eklig finde. Bei allem anderen kommt es meist vollkommen auf die Zubereitung an – bei Anussis schmeckt es zum Beispiel ausnahmslos hervorragend. Für Anussis‘ bald erscheinendes Eclair-Buch (April) wäre ich sogar bereit, den sonst nicht unbedingt favorisierten Eclairs nochmal eine Chance zu geben. Wenn mich einer überzeugen kann…

10. Und zu guter Letzt: Was schätzt du am meisten an Anussis?

Ihren Humor (der mir schon über viele dunkle Stunden hinweggeholfen hat, von dem ich aber auch sagen würde, dass er erst durch die alltägliche wechselseitige Zusammenarbeit mit meinem Humor sein momentanes, glanzvolles Niveau erreicht hat) und ihre bedingungslose Unterstützung. Wir treiben uns gegenseitig zu nie erahnten Höhen (und leider auch Tiefen) an und durch ihre ständige kritische und trotzdem vollkommen unterstützende Auseinandersetzung mit meiner kreativen Arbeit, bin ich in den letzten paar Monaten weiter gekommen, als in den letzten Jahren insgesamt. Durch Anussis habe ich das Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein und traue mich, Großes anzustreben.

Wer noch mehr über Luisolo erfahren will, kann auf unserer „Wer sind wir?“ Seite weiterlesen! 

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