Paris und Tarte au Citron

[D]as alte Paris, die schöne Zauberstadt, die dem Jüngling so holdselig lächelt, den Mann so gewaltig begeistert, und den Greis so sanft tröstet.

– Heinrich Heine –

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Anussis war in Paris unterwegs und spürte – wie einst unser Düsseldorfer Heinrich Heine – die Zauberkraft der Stadt an der Seine. Lasst euch von Anussis‘ Tarte-Rezept inspirieren, mit dem ihr das Pariser Lebensgefühl in eurer Zuhause bringt.

©Luisolo

Tarte au Citron

Ich war ein paar Tage in meiner alten Heimat Paris, der Stadt, an die ich mein Herz verloren habe. Wann immer ich wieder zu Besuch bin, schaffe ich es kaum, mit der kurzen Zeit, die ich habe, hinzukommen. Schließlich muss ich unbedingt ein richtiges Baguette mit salziger Butter und Käse vom Lieblingskäsemann essen. Ich muss mein Eifeltürmchen sehen und einen überteuerten Café Crème in meinem Stamm-Café trinken. Ich muss mindestens drei neue Pâtisserien ausprobieren, das neue Schokoladenbuch von Pierre Hermé kaufen und vielleicht auch noch ein bisschen die neuste französische Mode shoppen gehen. Was mich in diesem wunderschönen Wahnsinn immer erdet, ist eine Tarte au citron – meine Lieblingssüßspeise. Die gibt es also für mich bei jeder meiner Paris-Reisen. Das Schöne ist, da es sich um einen französischen Klassiker handelt, gibt es sie nicht nur in Pâtisserien, sondern auch in den Bäckereien an jeder Ecke. Und was macht eine gute Zitronentarte aus? Sie benötigt nicht viel Schnickschnack! Die buttrig cremige Füllung mit dem wunderbar frischen, süß-sauren Zitronengeschmack macht mir jedes Mal weiche Knie. Und ich wette, euch auch!

Schwierigkeitsstufe: 3 von 3

Zitronencreme:

4 Eier
225g Zucker
abgeriebene Schale von 5 unbehandelten Zitronen
200ml Zitronensaft
150g weiche Butter

Die Zitronencreme am besten am Vortag zubereiten und über Nacht im Kühlschrank stocken lassen.

Die Schale von den Zitronen abreiben und beiseite legen, dann die Zitronen auspressen und den Saft auffangen. Die Eier mit dem Zucker cremig aufschlagen. Saft und Schale hinzufügen und alles über einem Wasserbad bei mittlerer Temperatur unter ständigem Rühren erhitzen. Vorsichtig: Die Masse sollte nicht aufkochen, sonst werden die Eier zu Rührei! Trotzdem auch nicht zu früh vom Herd nehmen, sondern warten, bis eine dickflüssige Creme entstanden und auch kein Schaum mehr an der Oberfläche zu sehen ist.

Die Creme vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Dann die weiche Butter löffelweise unterrühren. Mit dem Pürierstab mixen, das sorgt dafür, dass eine homogene Masse entsteht. Die Creme mit Klarsichtfolie bedecken und ab in den Kühlschrank.

Tarteboden:

150g Butter
280g Mehl (Typ 405)
Prise Salz
100g Puderzucker
1 Ei

In einer Küchenmaschine oder per Hand Mehl, Puderzucker und Salz mit der Butter zerbröseln. Dann das Ei hinzufügen und schnell zu einem glatten Teig verkneten. In Klarsichtfolie gewickelt mindestens 30min in den Kühlschrank geben.

Den Teig 3mm dick ausrollen, vorsichtig in die gebutterte Tarteform geben und darauf achten, dass der Rand gut angedrückt ist. Mit einer Gabel den Teig ein paar mal einstechen. Dann im Ofen Blindbacken (dafür den Boden am besten mit Blindback-Bohnen beschweren). Bei 160°C Ober und Unterhitze 25min backen.

Den Tarteboden auskühlen lassen und aus der Form nehmen. Jetzt kann die Tarte mit der leckeren Zitronencreme gefüllt werden!

Zusatz:

Meringue:

90g Eiweiß
180g Zucker
50ml Wasser

Wer noch das kleine super Extra auf seiner Zitronentarte will, kann sich an eine italienische Meringue wagen. Dafür werden allerdings ein Thermometer und eine Küchenmaschine gebraucht!

Den Zucker zusammen mit dem Wasser kochen, bis der Sirup bei 118°C ist. Während der Zucker noch kocht, anfangen, die Eiweiß in der Küchenmaschine aufzuschlagen. Den heißen Sirup direkt zu dem halb aufgeschlagenen Eiweiß gießen und konstant weiter schlagen, bis die Masse abgekühlt, und eine schöne Meringue entstanden ist.

Damit kann man jetzt die Tarte nach Lust und Laune dekorieren (zum Beispiel auch mit dem Spritzbeutel). Am Ende mit einem Flambierer die Meringue noch schön goldig karamellisieren und fertig ist eine Tarte, die nun wirklich jeden überzeugt!

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©Anussis

2 Kommentare

  1. Ein super Rezept, die Tarte ich absolut köstlich! Ich habe es am Wochenende nachgebacken und es hat alles bestens funktioniert. Statt der kleinen Förmchen auf den Fotos habe ich allerdings eine große Tarte gemacht, das ging genauso gut und ich hatte sogar etwas Teig übrig den ich für ein andermal eingefroren habe 🙂

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